Sonntag, 22.10.2017 17:15 Uhr

Angeblicher Rauchmelder-Prüfer betrügt gezielt Senioren

Verantwortlicher Autor: Polizei Köln Köln, 17.06.2017, 11:09 Uhr
Presse-Ressort von: Klaus Köhnen Bericht 3856x gelesen

Köln [Polizei Köln] Am Mittwoch (14. Juni) hat ein junger Mann gezielt ein Seniorenwohnheim in Köln-Lindweiler aufgesucht und sich mit einer raffinierten Masche bereichert. Gegen 15:30 Uhr klingelte der als Monteur verkleidete Betrüger unter dem Vorwand die Rauchmelder prüfen zu müssen bei dem 80-jährigen Bewohner. Nach seiner "Arbeit" erklärte er dem Kölner, dass ihm eine Rückzahlung zustehe.

Um diese zu ermöglichen sollte der Senior seine Kontonummer und seine Geheimzahl in das angebliche EC-Kartenlesegerät eingeben. Was er gutgläubig tat. Erst als der vermeintliche Fachmann das Wohnheim wieder verlassen hatte, fiel dem älteren Herrn auf, dass die EC-Karte fehlte und rief sofort die Polizei. Erst später erfuhr er, dass mit seiner Geldkarte mehrere hundert Euro abgehoben wurden. Der betrogene Senior beschrieb den Täter als jungen türkisch aussehenden Mann mit dunklen zurück gekämmten Haaren und einem Oberlippenbart. Bei der Tat trug er eine graue Arbeitshose. Die Sprache des Betrügers war akzentfrei.

Im Kölner Norden gab es im Zeitraum 16.- 26. Mai 2017 mehrere Fälle. Die Ermittler prüfen zurzeit die Tatzusammenhänge. Hinweise und Beobachtungen nehmen die Ermittler unter der Rufnummer 0221/229-0 oder per E-Mail unter poststelle.koeln@polizei.nrw.de entgegen. Besondere Vorsicht und gegenseitige Hilfe ist geboten In diesem Zusammenhang rät die Polizei Köln nochmals eingehend:

1. Der Besuch von Monteuren, Mitarbeitern der Wasser- oder Energieversorgung wird durch Hinweiszettel und Wurfzettel angekündigt. Lassen Sie sich einen Ausweis zeigen, aber verlassen Sie sich nicht auf diesen Ausweis! Rufen Sie beim Vermieter oder der Firma an! 2. Holen Sie eine Nachbarin oder einen Nachbarn hinzu und sagen Sie dem "Arbeiter", dass Sie nur im Beisein ihrer Nachbarin oder einer anderen Vertrauensperson mit ihm sprechen wollen! Oft reicht das schon, um Betrüger zu vertreiben, denn Zeugen wollen die Täter keinesfalls!

3. Geben Sie niemals Ihre Geheimzahl preis oder in mitgebrachte Geräte ein. Es ist völlig unüblich, dass Monteure solche Geräte bei sich tragen. 4. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, wenn angeblich wichtige Arbeiten sofort in der Wohnung durchgeführt werden müssen! Erst mal bleibt die Tür zu! Haben Sie einen Verdacht, dass hier etwas nicht stimmt, rufen Sie unverzüglich unter der Notrufnummer 110 die Polizei an!

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