Donnerstag, 18.10.2018 06:48 Uhr

Kellerbrand schneidet Anwohnern den Fluchtweg ab

Verantwortlicher Autor: Feuerwehr Bonn Bonn, 26.12.2017, 07:29 Uhr
Presse-Ressort von: Klaus Köhnen Bericht 5314x gelesen

Bonn [Feuerwehr Bonn] Am Abend des ersten Weihnachtsfeiertags (25.12.2017) rückten Feuerwehr und Rettungsdienst zu einem Mehrfamilienhaus an der Kolpingstraße in Endenich aus. Um 19.36 Uhr meldeten die Anwohner über den Feuerwehrnotruf 112 eine starke Rauch- und Wärmeentwicklung aus ihrem Keller. Als die ersten Einsatzkräfte der Feuerwehr das Gebäude erreichten, spielten sich dramatischen Szenen ab.

Dichter, schwarzer Brandrauch quoll aus der Hauseingangstüre sowie aus den Treppenraum- und Wohnungsfenstern in den Obergeschossen. Zahlreiche Anwohner machten sich an ihren Fenstern und auf ihren Balkonen durch Hilfeschreie bemerkbar. Ihnen war durch den Brandrauch der Fluchtweg ins rettende Freie abgeschnitten. Während ein Atemschutztrupp der Feuerwehr mit einem Löschrohr die Flammen im Keller bekämpfte und dadurch auch den Angriffsweg ins Gebäude sicherte, retteten weitere Einsatztrupps die Anwohner aus ihren Wohnungen. Die Einsatzkräfte brachten neun Erwachsene und fünf Kinder samt fünf Hunden über die Drehleiter, über tragbare Leitern und auch mit sogenannten Fluchthauben durch den verrauchten Treppenraum in Sicherheit.

Insgesamt 17 Personen behandelten die Teams der Rettungswagen gemeinsam mit der Notärztin mit leichten Verletzungen an der Einsatzstelle. Eine Frau brachte der Rettungsdienst in ein Bonner Krankenhaus. Auch wenn die Einsatzkräfte das Feuer im Keller schon nach wenigen Minuten unter Kontrolle hatten, bleibt das gesamte Gebäude bis auf weiteres unbewohnt. Zu groß sind die Schäden an der Hauselektrik und am Gebäude selbst. Der Energieversorger musste die gesamte Stromversorgung des Hauses abschalten. Die Anwohner fanden bei Familie, Verwandten und Freunden Obdach. Die von der Stadt Bonn und dem Betreuungsdienst des Malteser Hilfsdienstes zwischenzeitlich organisierte Unterkunft musste niemand in Anspruch nehmen.

Nach rund drei Stunden war der Einsatz um 22.30 Uhr beendet. Im Einsatz waren rund 50 Einsatzkräfte der Feuerwachen 1 und 2 der Berufsfeuerwehr, der Löscheinheiten Dransdorf, Buschdorf und Endenich der Freiwilligen Feuerwehr, des Rettungsdienstes, des Malteser Hilfsdienstes sowie des Führungsdienstes.

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