Donnerstag, 27.04.2017 07:08 Uhr

Neues Modell zur Vertretung in der Kindertagespflege

Verantwortlicher Autor: Stadt Bonn Bonn, 19.04.2017, 16:30 Uhr
Presse-Ressort von: Klaus Köhnen Bericht 1309x gelesen

Bonn [Stadt Bonn] Aus den Reihen der Betreuerinnen und Betreuer kam der Wunsch, ein neues Modell zu erproben. Der Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie hat in seiner Sitzung Anfang April die Erprobung eines neuen Vertretungsmodells in der Kindertagespflege für zwei Jahre ab August 2017 beschlossen. Rund 47.500 Euro werden jährlich bereitgestellt, um das neue Konzept mit bis zu zehn Tagesmüttern und -vätern umzusetzen.

Es meldeten sich Tagesmütter, die bereit sind, gegenseitige Vertretungspools mit insgesamt drei oder vier Tagespflegepersonen zu gründen, um kurzfristige Betreuungsausfälle zu kompensieren. Grundlage ist, dass jeder einen Plätze für anfallende Vertretungen der jeweils anderen frei hält und Vertretungen durchführt. Den Tagespflegepersonen wird für die Bereitstellung des "Freihalteplatzes" eine monatliche Pauschale gezahlt.

Sie entspricht der Höhe der Förderleistung für einen Platz mit zehn bis 15 Wochenstunden: Das sind 292 Euro monatlich bei der Betreuung im eigenen Haushalt und 392 Euro bei der Betreuung in anderen Räumen. Zusätzlich zum Sockelbetrag wird die tatsächlich geleistete Vertretungszeit pro Kind erstattet, wenn sie zehn bis 15 Stunden übersteigt. Voraussetzung ist, dass die Tagesmütter und -väter eine gegenseitig unterschriebene Kooperationsvereinbarung vorlegen, die sicherstellt, dass sie sich untereinander mit ihren Kindertagespflegekindern mindestens alle zwei Wochen treffen.

So soll ein Vertrauensverhältnis zu den Kindern der weiteren Tagespflegepersonen aufgebaut werden und die Kinder können die anderen Räumlichkeiten kennenlernen. Auch die Eltern sollen die Möglichkeit haben, die möglichen Vertretungen bei der Tagespflege kennen zu lernen. Die bisherigen Vertretungsmodelle haben sich als wenig praktikabel erwiesen. Die geschätzten Kosten von 47 517 Euro pro Jahr werden aus den Mitteln für die Förderung von Kindern in Tagespflege gezahlt und sind in den Haushaltsansätzen des Amtes für Kinder, Jugend und Familie enthalten.

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