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Zum Tag der Ersten Hilfe „Drücken und Herzen retten“

Verantwortlicher Autor: Klaus Köhnen Bundesweit, 06.09.2018, 07:55 Uhr
Presse-Ressort von: Klaus Köhnen Bericht 5064x gelesen

Bundesweit [ENA] Zum Tag der Ersten Hilfe, immer am ersten Samstag im September, in diesem Jahr am 8. September, weisen die Hilfsorganisationen darauf hin, dass die Erste Hilfe im Notfall Leben rettet. Die Vertreter der Hilfsorganisationen weisen immer wieder auf die geringe Anzahl der Ersthelfer hin. Auch sollte das einmal erlernte regelmässig aufgefrischt werden um im Notfall helfen zu können.

Drücken – auf den Brustkorb – 100 Mal die Minute. Zum Tag der Ersten Hilfe am 8. September rufen die Malteser und andere Hilfsorganisationen dazu auf, sich bewusst zu machen, wie leicht man kranken oder verletzten Personen helfen – und mit einer Herzdruckmassage sogar Leben retten kann. „Wir Notärzte sind heilfroh, wenn die Patienten in den ersten Minuten vom Ersthelfer versorgt werden, weil die Patienten viel bessere Chancen auf Heilung oder gar Überleben haben“, sagt der Notfallmediziner und Bundesarzt des Malteser Hilfsdienstes, Dr. Rainer Löb.

Sein Rat: „Patienten ansprechen, Bewusstsein prüfen und mit der 112 den Notruf wählen“. Die Rettungsleitstelle gibt per Telefon dann weitere Anweisungen und hilft dem Ersthelfer – wenn man nicht selbst schon weiß, was zu tun ist. Sollte der Patient ohne normale Atmung sein, muss der Ersthelfer drücken. „Drücken ist das Wichtigste“, so Löb. Wer schon einen Kurs besucht hat, kann dazu noch beatmen. Malteser und andere Hilfsorganisationen wollen demjenigen, der als erster den Betroffenen findet, die Sorge nehmen, etwas falsch zu machen und daher nichts zu tun oder nur die 112 zu wählen. Die Ausbildung in Erster Hilfe wird vor Ort von allen Hilfsorganisationen angeboten.

Mit dem „Herzensretter“-Konzept gehen die Malteser in die Offensive: An kleinen, einfachen Oberkörper-Modellen sollen mehr Menschen lernen zu reanimieren. „Wir wollen die Quote der Ersthelfer erhöhen“, sagt Dr. Löb. Denn noch immer hinkt Deutschland bei der Reanimation den europäischen Nachbarn hinterher. Zwar wünscht sich jedermann, dass ihm auch von Fremden geholfen wird – die Bereitschaft, im Notfall jemand anderem etwa mit der Herzdruckmassage zu helfen, ist aber mit 30 Prozent noch viel zu gering. Kurse bieten die Malteser regelmäßig an: www.malteser-kurse.de

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