Mittwoch, 17.07.2019 18:34 Uhr

NINA und KATWARN ab sofort mit gleichen Warnungen

Verantwortlicher Autor: Klaus Köhnen Bonn, 04.02.2019, 12:37 Uhr
Presse-Ressort von: Klaus Köhnen Bericht 3970x gelesen

Bonn [ENA] Ein wichtiger Schritt für die Sicherheit der Menschen in Deutschland: Egal, ob die Warn-App NINA oder KATWARN auf dem Smartphone installiert ist, erhalten Nutzerinnen und Nutzer ab sofort die gleichen behördlichen Gefahrenmeldungen. In der KATWARN-App werden nun Warnungen des Modularen Warnsystems (MoWaS) des Bundes angezeigt. Die Warn-App NINA empfängt Meldungen des Warnsystems KATWARN.

Durch die wechselseitige Bereitstellung sind Gefahrenmeldungen beider Systeme somit deutschlandweit verfügbar. In Zukunft ist es also unerheblich, für welches System (Rheinland-Pfalz überwiegend Katwarn - NRW überwiegend NINA) sich die Verantwortlichen entschieden haben, die Meldungen werden in beiden Systemen gleichlautend erscheinen. Damit gehört das Problem an den Schnittstellen ("Grenzen"), der Bundesländer der Vergangenheit an. So gab es im Norden von Rheinland-Pfalz an der Landesgrenze öfter die Situation, dass im angrenzenden Rhein-Sieg-Kreis (NRW) eine Warnung ausgelöst wurde, die dann 500 Meter weiter, da nur Katwarn installiert war, nicht ankam. Dies führte natürlich zur Irritation der Bevölkerung.

Weitere Zusammenarbeit geplant

Die Zusammenarbeit begann im Frühjahr 2017 mit einer Vereinbarung beider Partner. Sowohl das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) als Anbieter der Warn-App NINA als auch der KATWARN-Anbieter CombiRisk GmbH sowie der Entwickler Fraunhofer FOKUS sehen den wechselseitigen technischen Anschluss als wichtigen Meilenstein für eine zukünftig noch engere Zusammenarbeit beim Thema Warnung der Bevölkerung. So sind zum Beispiel die Fortsetzung des intensiven Erfahrungsaustausches sowie weitere Anpassungen und Optimierungen geplant.

Keine Beschränkungen bei Gefahreninformationen

Für das BBK ist der wechselseitige Austausch beider Warnsysteme ein wichtiges Anliegen, um seinen gesetzlichen Auftrag zur Warnung der Bevölkerung durch eine größere Reichweite zuverlässig erfüllen zu können. NINA wurde vom BBK als ein weiterer Multiplikator neben der Verbreitung von amtlichen Warnmeldungen über MoWaS durch beispielsweise Rundfunk- und Fernsehanstalten, Pager, digitale Anzeigetafeln etc. entwickelt. KATWARN wurde vom Fraunhofer FOKUS im Auftrag der öffentlichen Versicherer Deutschlands und der Combirisk GmbH entwickelt.

Dr. Klaus Zehner, stellvertretender Vorstandvorsitzender der SV SparkassenVersicherung und Gesellschafter der CombiRisk GmbH: „Bei Gefahr für Leib und Leben zählt nur die schnelle Warnung. Mit der Verbindung von KATWARN und NINA sind wir einen großen Schritt weiter bei der Gefahrenabwehr.“

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