Montag, 29.05.2017 02:12 Uhr

13,5 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen

Verantwortlicher Autor: Klaus Köhnen Berlin, 06.03.2017, 17:23 Uhr
Presse-Ressort von: Klaus Köhnen Bericht 4675x gelesen

Berlin [ENA] Die Menschen in Syrien erleben nun bereits seit sechs Jahren einen erbitterten bewaffneten Konflikt, bei dem es wahrscheinlich keinen Sieger sondern nur Verlierer geben wird, in ihrem Land. Mehr Menschen denn je wurden inzwischen durch die Kämpfe um ihre Existenzgrundlage gebracht. Ein Konzept der Konfliktparteien, welche sehr zahlreich sind, für die Zeit nach der sogenannten Befreiung, ist nicht zu erkennen.

„Das Land liegt in weiten Teilen in Trümmern und 13,5 Millionen Syrer sind permanent auf humanitäre Hilfe angewiesen – das entspricht mehr als der Hälfte der ehemaligen Gesamtbevölkerung des Landes. Umso stärker ist unsere Hoffnung auf eine politische Lösung des Konflikts. Die Wiederaufnahme der Friedensgespräche und die - wenn auch bislang brüchige - Waffenruhe sind dabei sicher kleine Schritte in die richtige Richtung“, sagt der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Rudolf Seiters.

„Aber es gibt nichts zu beschönigen: Die Menschen leiden heute, sechs Jahre nach dem Beginn der bewaffneten Auseinandersetzungen, mehr als je zuvor“, sagt Seiters weiter. Mehr als vier Millionen Syrer sind inzwischen ins Ausland geflüchtet. Im Land selbst sind rund 6,3 Millionen Binnenvertriebene auf der Flucht vor der Gewalt, die von allen Seiten ausgeübt wird. Während ein Teil der Menschen auf der Flucht in Auffanglagern oder bei Gastfamilien untergekommen ist, muss eine große Anzahl der Flüchtlinge in der Region in Notunterkünften, einfachen Hüttenansammlungen oder in leerstehenden Gebäuden leben. Die Gebäude sind, durch die Bürgerkriegswirren teilweise beschädigt und wenig standfest.

Das DRK leistet bereits seit 2012 humanitäre Hilfe in Syrien und den betroffenen Nachbarländern und arbeitet dabei eng mit seinen Nationalen Schwestergesellschaften wie dem Syrischen Arabischen Roten Halbmond zusammen. „Mithilfe von Spenden und mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes sowie der EU konnten wir seither unter anderem 352.458 Nahrungsmittelpakete ins Krisengebiet bringen – das entspräche übereinandergestapelt etwa zehn Mal der Höhe des Mount Everest. Wir sind betroffen, dass Hilfe in diesem Ausmaß nötig ist, aber auch stolz, dass wir sie leisten konnten. Und wir werden weiter helfen“, sagte Seiters.

Das DRK unterstützte zudem bis heute beispielsweise mit über einer Million Familienpakete mit Hygieneartikeln und knapp 600.000 Chlortabletten, mit denen jeweils 1000 Liter Trinkwasser aufbereitet werden können. Daneben lieferte das DRK auch 23 Gabelstapler, 30 Generatoren und 18 LKW nach Syrien, um die Hilfsgüter vor Ort auch verteilen zu können. Um diese sehr wichigte Hilfe für die Betroffenen und damit die sogenannten Fluchtursachen bekämpfen zu können benötigt das DRK weiterhin Spenden. Informationen unter http://www.drk.de/syrien

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