Mittwoch, 23.08.2017 19:17 Uhr

Feuerwehr Bonn erhält neues Einsatzfahrzeug vom Bund

Verantwortlicher Autor: Klaus Köhnen Bonn, 15.06.2017, 14:23 Uhr
Presse-Ressort von: Klaus Köhnen Bericht 3986x gelesen

Bonn [ENA] Die Feuerwehr Bonn hat ein mit Bundesmitteln finanziertes neues Löschfahrzeug für den Zivil- und Katastrophenschutz in Dienst gestellt. Dieses Fahrzeug ist für eine Gruppenbesatzung (1+8) knzipiert. Der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Christoph Unger, übergab das Fahrzeug am Mittwoch, 14. Juni 2017, an Stadtdirektor Wolfgang Fuchs und Feuerwehrchef Jochen Stein.

Bei der Übergabe betonte Unger: "Bund und Länder arbeiten eng und partnerschaftlich zusammen, um für den Katastrophenfall über ein gemeinsames und schlagkräftiges System zur Schadensbekämpfung zu verfügen. Der Bund erfüllt seine Aufgabe im Zivilschutz unter anderem durch die Finanzierung Bereitstellung von Fahrzeugen und Ausstattung im ergänzenden Katastrophenschutz der Länder. Er verteilt die Fahrzeuge an die Länder, die sie wiederum an die Kommunen weitergeben. Ich freue mich natürlich ganz besonders, dass das Land NRW dieses Fahrzeug dem Heimatstandort unserer Behörde, Bonn, zugeteilt hat."

Der Bund werde weitere 300 Fahrzeuge dieses Typs beschaffen, so Unger weiter. Fahrzeug wird auch im Brandschutz eingesetzt Das geländegängige Fahrzeug verfügt über einen Allradantrieb, umfangreiche Löschtechnik samt 1.000-Liter-Wassertank und Platz für eine Besatzung von neun Feuerwehrleuten. Die Bonner Wehr nutzt es künftig nicht nur für Zivilschutzeinsätze, sondern auch bei regulären Wehr-Einsätzen im Stadtgebiet.

Die aus Bundesmitteln beschafften Fahrzeuge werden im Zentrallager des Bundesamt ausgestattet und dann an die Einheiten übergeben. Für Stadtdirektor Wolfgang Fuchs ist das ein Beispiel für gute Zusammenarbeit: "Die Bundesaufgabe des Zivilschutzes ist damit sinnvoll gelöst. Der Bund stellt den Kommunen für seine Aufgaben Einsatzfahrzeuge zur Verfügung. Die Kommunen steuern ihre gut ausgebildeten Helfer bei und können dafür die für den Zivilschutz beschaffte Technik auch kommunal nutzen."

Der Bonner Feuerwehrchef Jochen Stein ergänzte: "Das Löschfahrzeug ist sehr wertvoll für uns, weil wir es in die Bonner Gefahrenabwehr einbinden können. Und es ist gut zu handhaben, da es technisch weitgehend unseren eigenen Löschfahrzeugen ähnelt." Stationiert wird das moderne Fahrzeug bei der Löscheinheit Buschdorfder Freiwilligen Feuerwehr Bonn. Es löst dort das Vorgängermodell des Bundes-Löschfahrzeugs ab, das seit 1989 im Einsatz war und kürzlich aufgrund seines hohen Alters aussortiert wurde.

Die Ausbildung rund um das Fahrzeug und seine Beladung wird Bestandteil der regelmäßigen Aus- und Fortbildung bei den Buschdorfer Feuerwehrleuten. Ausstattungskonzept des Bundes. Das gesamte Ausstattungskonzept aus Mitteln des Bundes aus dem Jahr 2007 umfasst ingesamt 5055 Fahrzeuge aus den Aufgabenbereichen Brandschutz, CBRN-Schutz (Schutz vor chemischen, biologischen, radiologischen und nuklearen Gefahren), Sanitätsdienst und Betreuung. Diese Fahrzeuge werden den unterschiedlichen Aufgabenträgern (Feuerwehren und Hilfsorganisationen) zur Verfügung gestellt. Diese sorgen im Gegenzug für das erforderliche qualifizierte Personal.

Diese Anzahl von Fahrzeugen stellt der Bund den Ländern für Zwecke des Zivilschutzes und die Ergänzung des jeweils eigenen Katastrophenschutzes zur Verfügung. Zur Umsetzung des Konzeptes stehen derzeit jährlich rund 53,5 Millionen Euro zur Verfügung, aus denen neben den Investitionen auch alle laufenden Kosten und die ergänzende Ausbildung der Einsatzkräfte finanziert werden. Derzeit ist mit 4155 Fahrzeugen ein Ausstattungsgrad von 82 Prozent erreicht.

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