Donnerstag, 27.04.2017 07:06 Uhr

Neuartiges mobiles Isolationskrankenhaus einsatzbereit

Verantwortlicher Autor: Klaus Köhnen Berlin, 24.01.2017, 16:17 Uhr
Presse-Ressort von: Klaus Köhnen Bericht 4458x gelesen

Berlin [ENA] Wie das Deutsche Rote Kreuz mitteilt wurde heute in Berlin ein mobiles Isolationskrankenhaus als neuen Baustein innerhalb der Katastrophenhilfe der internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung vorgestellt. "Den Bedarf für ein solches Krankenhaus hat uns der Ebola-Ausbruch 2014/15 in Westafrika deutlich gezeigt", so die Verantwortlichen. Diese hochmobile Einrichtung kann weltweit eingesetzt werden.

Mit dieser spezialisierten klinischen Behandlungseinheit, die wir jetzt nach WHO-Standards entwickelt und realisiert haben, sollen Ausbrüche gefährlicher Infektionskrankheiten wie etwa Ebola eingedämmt werden“, sagte der zuständige Teamleiter und Bundes-Katastrophenschutz-Beauftragte des DRK, Frank Jörres. „Der Ausbruch einer hochansteckenden Infektionskrankheit mit oft tödlichem Verlauf, wie wir es auch bei dem Ebola-Ausbruch erlebt haben, erfordert bei der Bekämpfung ganz neue Schutz- und Sicherheitsstandards für Personal wie für Patienten“, führt er weiter aus.

„Das Personal arbeitet unter Vollschutz, was entsprechend abgestimmte Arbeitsroutinen bei der Behandlung der Patienten erfordert. Zugleich soll von infizierten Patienten keinesfalls ein Infektionsrisiko ausgehen, natürlich auch nicht auf möglicherweise nicht infizierte Mitpatienten. All dies haben wir bei der Konzeption dieser neuen Einheit berücksichtigt, so dass ein maximaler Infektionsschutz gegeben ist“, sagt Jörres. Das neue DRK Isolationskrankenhaus ist weltweit einsetzbar und modular jederzeit auf das Szenario anpassbar. Es stellt eine Ergänzung der bereits bestehenden Nothilfeeinheiten des Deutschen Roten Kreuzes dar – entwickelt aus den Erfahrungen des Ebola-Einsatzes in Westafrika.

Das Projekt wird finanziert mit Mitteln des Auswärtigen Amtes. Die Aufgabe des Isolationskrankenhauses wird es in einem solchen Einsatzfall sein, das lokale Gesundheitssystem des betroffenen Landes zu unterstützen, indem bis zu 200 Patienten pro Tag untersucht und zugleich die Versorgung der Verdachtspatienten übernommen wird. Auch die ausbruchsspezifische Laboranalytik wird sichergestellt.

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