Donnerstag, 18.10.2018 06:48 Uhr

Nur schnelle Hilfe verhindert Schlimmeres

Verantwortlicher Autor: Klaus Köhnen Bonn, 04.05.2018, 08:05 Uhr
Presse-Ressort von: Klaus Köhnen Bericht 5832x gelesen
Versorgung gefährdet

Bonn [ENA] „Aktion Deutschland Hilft“ warnt dringend vor erneuter Hungersnot im Südsudan - So viele Menschen wie noch nie könnten im Südsudan hungern, wenn in dem Bürgerkriegsland nicht schnellstens humanitäre Hilfe geleistet werden kann. Das Nothilfebündnis „Aktion Deutschland Hilft“ ruft deshalb zu Spenden auf, damit Hilfsorganisationen diese humanitäre Katastrophe abwenden können.

Bereits im vergangenen Jahr spitzte sich die verheerende Hungersituation im Südsudan weiter zu, im Februar riefen die Vereinten Nationen (UN) eine Hungersnot aus.* Nun sind laut UN in den kommenden Monaten mehr als sieben Millionen Menschen, also fast zwei Drittel der Bevölkerung, von Nahrungsmittelunsicherheit bedroht, falls nicht schnellstmöglich humanitäre Hilfe geleistet wird. Das wäre die bisher höchste Zahl an betroffenen Menschen im Südsudan. „Wir brauchen Unterstützung von der Politik, damit sie die Friedensgespräche weiter voranbringt“, sagt Manuela R0ßbach, Geschäftsführender Vorstand von „Aktion Deutschland Hilft“. „Wir haben gesehen, wie katastrophal die Situation während der Hungersnot im letzten Jahr war.

Ohne weitere Hilfe sterben Menschen erneut den Hungertod“, so Roßbach. „Aktion Deutschland Hilft“ bittet deshalb weiter um Spenden, um die Menschen mit lebensrettenden Hilfsgütern versorgen zu können. Bereits jetzt leiden über fünf Millionen Menschen unter akuter Nahrungsmittelunsicherheit. Durch den Bürgerkrieg konnten Felder nicht bestellt werden. Vorräte gehen zur Neige. Durch die angespannte Lebensmittelsituation steigen zudem die Preise. Der Südsudan hat eine der höchsten Inflationsraten weltweit. Vor allem für schwangere und stillende Mütter, Alte, Kranke und Kinder ist die Situation lebensbedrohlich. Zusätzlich ist aufgrund des anhaltendenden Krieges und der schlechten Versorgungslage jeder dritte Südsudanese auf der Flucht.

Kräfte der Bündnisorganisationen sind vor Ort tätig

Die Bündnisorganisationen von „Aktion Deutschland Hilft“ sind im Südsudan und in den angrenzenden Ländern tätig, um den Menschen zu helfen. Sie verteilen zum Beispiel Nahrungsmittel und versorgen unterernährte Kleinkinder mit Spezialnahrung. So konzentriert sich die Hilfsorganisation Help auf die Versorgung von Vorschul- und Schulkindern mit einer ausgewogenen Mahlzeit. Weitere Organisationen wie World Vision verbessern die Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln. Des Weiteren sind Bündnisorganisationen von „Aktion Deutschland Hilft“ mit Ärzte-Teams vor Ort, setzen Brunnen instand, sorgen für bessere hygienische Bedingungen und errichten Sanitäranlagen, um den Ausbruch von Krankheiten wie Cholera zu verhindern.

* Eine Hungersnot wird von den Vereinten Nationen ausgerufen, wenn mindestens 30 Prozent der Bevölkerung akut unterernährt sind, weniger als vier Liter Wasser am Tag zur Verfügung haben, täglich weit weniger als 2.100 Kilokalorien zu sich nehmen und zwei von zehntausend Menschen täglich an Nahrungsmittelmangel sterben. Zudem haben große Teile der Bevölkerung ihre gesamte Lebensgrundlage verloren und somit keine Möglichkeit, ein eigenes Einkommen zu erwirtschaften.

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